Verkehr
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Straße
Durch Wolfenbüttel verläuft die B79. Die Bundesautobahn 395 zwischen Bad Harzburg und Braunschweig führt im Westen an Wolfenbüttel vorbei. Verbindung besteht über die Auf- und Abfahrten:
- 7: Wolfenbüttel-Süd
- 6: Wolfenbüttel-West
- 5: Wolfenbüttel-Nordwest
- 4: Wolfenbüttel-Nord, diese Auf- und Abfahrt ist eine Besonderheit, die ein Be- und Abfahren der Autobahn nur in/aus Richtung Braunschweig zulässt.
Bahn
Die Bahnstrecke Braunschweig-Wolfenbüttel ist die erste kommerziell genutzte Bahnstrecke auf deutschem Boden und somit auch eine der ältesten, siehe Bahnstrecke Wolfenbüttel-Braunschweig. Heute hat Wolfenbüttel keinen Bahnhof mehr, sondern nur noch einen Haltepunkt der Deutschen Bahn AG. Im Personenverkehr verkehren ausschließlich RegionalBahnen ohne Zugbegleiter. Das Bahnhofsgebäude hat die Deutsche Bahn verkauft und in diesem Zuge die einzige DB-eigene Verkaufs- und Beratungsstelle in Wolfenbüttel geschlossen. Ein Wechsel von einem Bahnsteig zum anderen kann nur über den nahegelegenen beschrankten Bahnübergang an der Bahnhofstraße erfolgen und ist somit während einer Zugfahrt im Streckenabschnitt nicht möglich. Die Idee einen Fußgängertunnel oder eine Brücke zu errichten, wurde aus Kostengründen verworfen. Zuganzeiger für aktuelle Informationen auf den Bahnsteigen gibt es nicht. Auf dem östlichen Bahnsteig (Verkehr Richtung Norden) wurde das historische Bahnsteigdach erhalten, auf dem westlichen Bahnsteig (Verkehr Richtung Süden) befinden sich lediglich Wetterschutzhäuschen. An den östlichen Bahnsteig grenzen Bushaltestellen. Vom Haltepunkt Wolfenbüttel aus erreicht man durch regelmäßige Verbindungen die Städte Braunschweig in nordöstlicher Richtung, sowie in südlicher Richtung die im Landkreis gelegenen Städte Schladen und Börßum sowie in östlicher Richtung Schöppenstedt. Darüber hinaus fahren die RegionalBahnen in Richtung Süden bis Bad Harzburg bzw. Goslar. Direktverbindungen nach Salzgitter und Helmstedt wurden eingestellt und die Gleisanlagen demontiert. Ein Projekt zum Aufbau einer Regiostadtbahn wurde im Herbst 2010 beendet, da sich nach über 15jähriger Planung herausstellte, dass es nicht wirtschaftlich sein würde (Braunschweiger Zeitung, 20.10.2010, Braunschweiger Zeitung, 28.10.2010, Braunschweiger Zeitung, 19.11.2010). Darüber hinaus wurde das Zugangebot auf der Strecke Braunschweig - Harz an Wochenenden zum Fahrplanwechsel 2010 annähernd halbiert (Braunschweiger Zeitung, 26.10.2010, Braunschweiger Zeitung, 28.10.2010).
Bus
siehe Buslinien. Die in der Stadt verkehrenden Buslinien werden von der KVG-Braunschweig, der Braunschweiger Verkehrs-AG sowie verschiedenen kleinen Anbietern betrieben. Diese ermöglichen durch eine Zusammenarbeit als Verkehrsverbund ein Umsteigen zwischen den Anbietern ohne Neulösen eines Fahrscheines (Braunschweiger Zeitung, 03.11.2008). Als Kuriosum im Angebot verkehren die innerstädtischen Buslinien (790 - 799) an Wochenenden nicht länger als in der Woche, so dass eine Nutzung für "Nachtschwärmer" unmöglich ist. Trotz des Verkehrsverbundes sind die Abfahrtzeiten der Busse am Haltepunkt der DB nicht mit den Ankunftzeiten der RegionalBahnen synchronisiert. Das Krankenhaus der Stadt war einige Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Probebetrieb erreichbar (Braunschweiger Zeitung, 02.12.2008, Braunschweiger Zeitung, 19.12.2008, Braunschweiger Zeitung, 26.08.2009), der jedoch zwischenzeitlich eingestellt wurde (Braunschweiger Zeitung, 25.06.2010, Braunschweiger Zeitung, 25.06.2010). Haltestellenanzeiger finden sich in den Bussen der innerstädtischen Linien nicht, so dass eine Nutzung für Fremde nur sehr bedingt möglich ist. Das Angebot ist insgesamt seit vielen Jahren sehr umstritten (Braunschweiger Zeitung, 10.01.2007, Braunschweiger Zeitung, 03.09.2009, Braunschweiger Zeitung, 22.06.2011). Das sichtbare Ergebnis nach über fünfjähriger Planung (Braunschweiger Zeitung, 17.06.2004) ist die Streichung einer der zehn innerstädtischen Linien und der Ausdünnung einiger Halte zweier anderer Linien im Sommer 2009 (Braunschweiger Zeitung, 20.05.2009). Vandalismus und Gewalt sind in den Bussen sehr häufig (Braunschweiger Zeitung, 12.02.2008; Braunschweiger Zeitung, 01.04.2008). Auch die Busfahrer stehen in der Kritik (Braunschweiger Zeitung, 27.02.2008). Die Fahrpreise sind - durch einen in Braunschweig geltenden Stadttarif - in Wolfenbüttel höher als in der Großstadt Braunschweig, stimmen größtenteils mit denen der Landeshauptstadt Hannover überein und sind - bei Vergleich sich entsprechender Fahrstrecken - höher als in der zweitgrößten Stadt Deutschlands, Hamburg. Am 01. August 2011 wurden sie erhöht (Braunschweiger Zeitung, 27.07.2011).
Studenten der Fachhochschule Wolfenbüttel können die Leistungen des ÖPNV pauschal mit einem Semesterticket bezahlen.
Stadtgebiet
Die städtischen Buslinien verkehren im Allgemeinen im 30-Minuten-Takt in der Zeit von 6 bis 20 Uhr.
- 790: Okertalsiedlung - Salzgitter-Thiede
- 791: Lebenshilfe - Westring u.z.
- 792: Atzum - Westring u.z.
- 794: Linden - Westring u.z.
- 795: Salzdahlumer Straße - Westring u.z.
- 796: Linden - Wilhelm-Raabe-Schule
- 797: Halchter - Fümmelse u.z.
- 798: Salzdahlum - Kornmarkt u.z.
- 799: Linden/Süd - Westring
Regional
- 731: Sickte (Birkenweg) - Wolfenbüttel Bahnhof
- 710: Wolfenbüttel/Bahnhof - Winnigstedt
- 604: Salzgitter-Lebenstedt - Kornmarkt
- 607: Salzgitter-Lebenstedt - Klein Flöthe über Wolfenbüttel
- 630: Wolfenbüttel - Salzgitter-Lebenstedt
Überregional
- 420 Wolfenbüttel - Braunschweig-Rathaus (Express-Bus über Autobahn A395)
- 421 Wolfenbüttel - Braunschweig-Rathaus
Historisches
Bis 1954 führte die Straßenbahnlinie A von Braunschweig nach Wolfenbüttel. Die Strecke verlief, über den Sternhausberg kommend über den Neuen Weg, die Lange Herzogstraße hinauf, durch den Kleinen Zimmerhof bis zum Bahnhof.
Zukunft
Veränderungen wie etwa Fahrten der KVG-Stadtlinien nach 23 Uhr in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag sind nicht geplant (Stadtbuskonzept - Dokumente oben rechts). Eine Synchronisation der Busabfahrzeiten am ÖPNV-Terminal "Hinter der Bahn" ist nicht in Aussicht. Fahrpreissenkungen sind nicht zu erwarten. Die Notwendigkeit grundsätzlicher Umstellungen der städtischen Buslinienführungen wird seit etwa zehn Jahren diskutiert, daraus resultierende Entscheidungen werden immer wieder in die Zukunft verschoben (Braunschweiger Zeitung, 22.06.2011, Braunschweiger Zeitung, 21.09.2011). Für eine über 15 Jahre geplante Stadtbahn, die die Stadt Wolfenbüttel sowie verschiedene Städte der Region Braunschweig bis hinauf nach Gifhorn in ein neues Nahverkehrskonzept integrieren sollte, wurde im Herbst 2010 das Aus beschlossen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der gegenwärtige Trend (Ausdünnung der innerstädtischen Buslinien, annähernde Halbierung des Zugangebots im Dezember 2010) stoppen oder sich gar umkehren könnte. Im Stadtbuskonzept (Dokumente oben rechts) für modifizierte Linienführungen ab Dezember 2011 sind zwischen Samstag Mittag und Montag früh nur noch zwei Buslinien enthalten, wodurch große Teile der Stadt (wie z. B. der gesamte Bereich Westring, Frankfurter Straße, Ringstraße, Brückenbach) in diesem Zeitraum vom regelmäßigen ÖPNV abgekoppelt werden.
