St. Johannis Kirche
Aus WF-Guide
Die Johanniskirche in Wolfenbüttel zählt neben der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis und der Trinitatiskirche zu den bedeutenden Kirchenbauten der Stadt.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Kirche wurde in der Zeit von 1661 bis 1663 durch Auguststädter Bürger errichtet. Die Bauzeit ist geprägt durch die Armut und Geldnot in der Auguststadt. So entstaht der Bau durch gemeinsames anpacken statt Geldspenden. Aufgrund der Geldnot können die ursprünglichen Pläne zum Bau nicht eingehalten werden. Die Kirche fällt daher "kleiner" als geplant aus. Die Kirchenweihe erfolgte am 13. Dezember 1663 im Beisein des greisen Herzogs August durch Brandanus Daetrius, Hofprediger und Abt von Riddagshausen, auf den Namen Johannis des Täufers.
[Bearbeiten] Die Gemeinde heute
Die St. Johannis Gemeinde umfasst den Bereich der alten "Auguststadt" Wolfenbüttels, sowie eine Reihe von Neubaugebieten, die im 20. Jahrhundert dazu gekommen sind. Sie grenzt nach Norden an die Kirchengemeinde Gr. Stöckheim (Grenze: Juliusweg) und nach Süden an die Versöhnungsgemeinde (Grenze: Ernst-Moritz-Arndt-Str.). Westlicher Teil ist das Baugebiet "Am Pfingsanger". Nach Osten hin (Grenze: Goslarsche Str.) schließt sich die Hauptkirchen-Gemeinde an. Zur Gemeinde gehören rund 3.800 Mitglieder, verteilt auf 2 Pfarrbezirke. Bezirk I umfasst im wesentlichen die alte Auguststadt mit dem Zentrum der Dr.-Heinrich-Jasper-Str., dazu das Gebiet der Ringstraße. Bezirk II umfasst - grob gesprochen - den Bereich der Frankfurter Straße und der Ernst-Moritz-Arndt-Straße, zuzüglich der Straße "Am Brückenbach".
Die Gemeinde bemüht sich, den Menschen auf vielfache Weise die Botschaft des christlichen Glauben nahezubringen. Dies geschieht in Gottesdiensten und verschiedenen Aktivitäten, über die man sich über eine Internet-Präsentation informieren kann. Eine besondere Rolle spielen dabei die Amtshandlungen Taufe und Trauung. Wer die St.-Johannis-Kirche kennt, wird nicht verwundert darüber sein, dass sie zur beliebtesten Tauf- und Traukirche Wolfenbüttels geworden ist. Die ansprechende innere Ausgestaltung der äußerlich so bescheiden wirkenden Fachwerkkirche, dazu der dennoch intim wirkende Charakter des Innenraums, bewegen auch Menschen aus anderen Gemeinden, z.T. von weit her, sich diese Kirche für die Feiern von Taufe und kirchlicher Trauung auszusuchen.
