Samson-Schule

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Die Wolfenbütteler Samson-Schule wurde 1786 von Philipp Samson in dessen Haus Harzstraße 12 als jüdische Religionsschule begründet. Die Leitung übernahm Philipp Samson selbst. Die zunächst 10 Schüler, die auch im Schulhaus wohnten, wurden von zwei Lehrern unterrichtet.

Mit Übernahme der Leitung durch Samuel Meyer Ehrenberg wurden 1807 Reformen vollzogen und weltliche Fächer in den Unterrichtskanon aufgenommen. Die Schule wurde damit zur Samsonschen Freischule. Diese Reformen erlebte hautnah der berühmteste Schüler der Samsonschule: Leopold Zunz.

Aufgrund der wachsenden Schülerzahl wurde das Anwesen Kommißstraße 9a erworben, in das die Schule 1858 umzog und das später erweitert wurde. Inhaltlich wurde die Schule zu einer privaten Realschule (ab 1888) umgestaltet. Aufgrund ihrer hervorragenden Lehrkräfte besaß sie auch überregional einen ausgezeichneten Ruf.

1896 bezog die Samson-Schule einen Neubau am Neuen Weg 51. Dieser war für 150 Schüler ausgelegt und schon nach kurzer Zeit voll besetzt. Nach dem ersten Weltkrieg konnte sich die Schule nicht mehr anpassen und musste 1928 aufgeben.

Das Gebäude am Neuen Weg wurde nach der Enteignung als SA-Kaserne, nach 1945 als Krankenhaus und Polizeischule, später von der Handwerkskammer Braunschweig als Fortbildungszentrum genutzt. Im Oktober 2007 hat die Stadt Wolfenbüttel die Samson-Schule von der Handwerkskammer Braunschweig gekauft. Die weitere Nutzung ist noch offen.

Literatur

Meike Berg: Jüdische Schulen in Niedersachsen. ISBN: 3-412-05703-7.

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