Donnerburgbrücke

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Die Donnerburgbrücke
Die Donnerburgbrücke

Die Donnerburgbrücke befindet sich zwischen dem Wolfenbütteler Ortsteil Linden und dem Ort Neindorf direkt an der Abbiegung nach Klein Denkte. Sie ist eine der ältesten Gewölbebrücken im Land Niedersachsen und galt als Flußüberquerung einer wichtigen Handelsstraße. Vermutlich wurde die Brücke im Jahre 1590 errichtet. Zumindest trägt eine kleinere Steintafel, welche auf der stromabwärtigen Seite zu finden ist, diesen Einschlag.

Bei einer kriegerischen Auseinandersetzung der welfischen Vettern von Hannover und dem Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde die Brücke im Jahre 1702 zerstört und im Jahre 1708 erneut errichtet.

Inschrift

Bei ihrer Widererrichtung wurde eine Steintafel mit eingemauert auf der die folgenden lateinischen Sätze eingeschlagen wurden:

QUOD NEC EDAX RERUM TEMPUS
NEC INVIDIOSA VETUSTAS
NEC HOSTIUM DESTRUXIT FUROR
PRAECOX AMICORUM HOSTILITAS
ULTRA IUS ET IUSSA DIRUIT
A MDCCII D IX APRILIS

SCILICET BELLUM QUOD DETRECTABANT HOMINES
IMBELLES EXPERIEBANTUR LAPIDES
RESTAURATO A MDCCVIII PONTE
MEMORIAE ERGO HIC LAPIS POSITUS
UT CAUTI SITIS MAIORUM DAMNIS POSTER

Übersetzung

Was weder die an den Dingen nagende Zeit,
noch das verruchte Alter,
noch der Staatsfeinde Raserei zerstört,
hat voreilige Feindseligkeit unter Freunden
jenseits von Recht und Ordnung eingerissen.
Im Jahre 1702 am neunten Tage des Aprils.

Wohlgemerkt mussten die Steine ihre Kraft am Krieg erproben,
weil feige Menschen [sich dem Kriege] verweigerten.
Nachdem im Jahre 1708 diese Brücke wieder aufgebaut [worden war],
ist also zum Gedächtnis dieser Stein eingesenkt [worden],
damit Ihr Nachkommen auf der Hut seid angesichts der [schmachvollen] Niederlagen eurer Vorfahren.

HAEC TRANSLATIO FACTA EST A MALTE TAURAT ANNO DOMINI MMVII

Anmerkungen zur Übersetzung

  1. Zusätze in eckigen Klammern dienen entweder dem besseren Textverständnis oder geben Unterschiede gegenüber dem lateinischen Original wieder, die anders im Deutschen nicht wiedergegeben werden können als durch Ergänzungen.
  2. Den lateinischen Satz unter der Übersetzung schulden wir dem Übersetzer Malte Taurat für seine hervorragende Arbeit.


Trivia

Ihren Namen hat die Brücke höchst wahrscheinlich nicht nach einer nahe angesiedelten Burg erhalten, sondern nach dem Wirt Jürgen Donner, welcher im Jahre 1705 die Genehmigung zum betrieb einer gastronomischen Einrichtung erhielt.

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