Benutzer:Schwedendamm

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Wolfenbüttel galt bis zum Dreißigjährigen Krieg dank seiner Lage und seiner außerordentlich starken Befestigungen als sehr schwer einnehmbar Festung. Die anrückenden Schweden, bis heute bekannt für ihre Baukunste (IKEA), kamen auf einen genialen Einfall: Wenn wir nicht in die Festung hinein kommen, so zwingen wir die Besatzung eben heraus. Man schüttete den sogenannten Schwedendamm auf, mit dem die damals noch viel wasserreichere Oker viele, viele Meter hochgestaut wurde. Wolfenbüttel stand das Wasser bald bis zum Hals, die Fachwerkhäuser sackten in sich zusammen wie auch die Stimmung der Verteidiger. Bald war Wolfenbüttel ruiniert und kapitulierte.

Auch heute steht der Stadt das Wasser bis zum Hals - es will bloß keiner sagen. Die Stadt versinkt in Schuldenmillionen, aber die Politik verspricht ein Großprojekt um das andere: Sanierung der Lindenhalle, Theatersanierung, Landesmusikakademie, Jugendgästehaus-Neubau, Bürgermuseum usw. Das alles kostet weitere Millionen und dank Schuldendienst und Betrieb jährlich noch mehr Millionen, aber aus dem Rathaus tönt es immer noch - alles im Griff!.

Wolfenbüttel ist eine einmalige, lebenswerte Stadt - aber wenn es so bleiben soll, darf man die Augen nicht verschließen. Darum will ich hinschauen und das Gute wie auch das weniger Gute zeigen. Damit es so bleibt wie bisher, muß sich alles ändern.

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